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Aktuelles

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16.05.2013

6. Kinoveranstaltung zum Thema Demenz –

Zum Thema neue Wohnformen diskutierten Alexandra Markus (Moderation), Corinna Wirth (Sozialstation Nahe), Stephanie Mansmann (Landesberatungsstelle PflegeWohnen), Staatssekretär David Langner, Bürgermeisterin Martina Hassel, Liane Jung (Informationsbüro Demenz) und Bruder Bonifatius Faulhaber (Geschäftsführender Vorstand Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz)

Zum 6. Mal lud das Informationsbüro Demenz der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz am 15. Mai zu einer Kinoveranstaltung zum Thema Demenz ins Cineplex Bad Kreuznach ein.
Der Film „Und wenn wir alle zusammenziehen?" bot einen ungewöhnlichen Einstieg in den Themenkomplex „Wohnen im Alter" unter besonderer Berücksichtigung des Themas Demenz und lockte über 300 Besucher ins Kino. Fünf Freunde, die alle „in die Jahre" gekommen sind, beschließen eine Wohngemeinschaft zu gründen, um gemeinsam ihren Lebensabend zu verbringen. Die lebenslustigen Senioren werden nicht nur mit aktuellen Problemen wie dem Kochdienst und der Pünktlichkeit konfrontiert. Sie müssen sich auch mit Krebserkrankungen, Erscheinungen der Demenz und Affären aus der Vergangenheit auseinandersetzen.

In der anschließenden Diskussion stellte David Langner, Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz, der Minister Schweitzer kurzfristig vertreten musste, klar: „Wir stehen, was das Thema neue Wohnformen angeht, erst am Anfang eines langen Weges. Aber es muss unser Ziel sein, den Menschen einerseits die Wahlfreiheit über die von ihnen gewählte Wohnform zu belassen und solche Angebote auch bezahlbar zu machen." Das Thema der Finanzierung griff auch Bürgermeisterin Martina Hassel auf und appellierte insbesondere an potenzielle Bauträger, hier entsprechende Angebote zu schaffen. Auch Themen der gegenseitigen Unterstützung nicht nur innerhalb der Familie, sondern auch in der Nachbarschaft lagen ihr am Herzen. Mit Stephanie Mansmann von der Landesberatungsstelle PflegeWohnen der LZG in Mainz und Corinna Wirth, Pflegedienstleitung der Sozialstation Nahe, waren auch zwei „Praktikerinnen" in der Diskussionsrunde vertreten, die ihre Erfahrungen mit Senioren-Wohngemeinschaften darstellten. Auch hier stellte sich heraus, dass es keine Patentlösung gibt. Vielmehr sollte es das Ziel sein, individuelle Wünsche so weit es geht zu berücksichtigen. Bruder Bonifatius Faulhaber, Geschäftsführender Vorstand der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz, betonte abschließend nochmals die besondere Bedeutung, die der Anbindung jeglicher Wohnform in ihrem Quartier zukommt und wünschte sich von der Politik die Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen.

Im Anschluss an die Diskussion nutzten die Zuschauer noch die Gelegenheit, sich an den Infoständen im Foyer über das Thema Demenz zu informieren. Die Organisatorin des Abends, Liane Jung vom Informationsbüro Demenz der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz, zeigte sich hochzufrieden: „Wir freuen uns immer wieder darüber, dass so viele Interessierte unserer Einladung folgen und diese Aufbereitung des Themas in Form eines Kinofilms honorieren."

Die Veranstaltung wurde unterstützt durch die Sparkasse Rhein-Nahe, die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) im Rahmen der Demenzkampagne Rheinland-Pfalz, finanziell gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz (MSAGD), den Freundschafts- und Förderverein St. Marienwörth e. V., die Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück eG und das Cineplex Bad Kreuznach.

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02.04.2013

Lehrgang „Alltagsbegleiter in der Altenhilfe“

Im Mai 2013 werden das Institut  „inversa“ und die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz den nächsten Lehrgang „Alltagsbegleiter in der Altenhilfe“ anbieten.

Es handelt sich hierbei um einen IHK-zertifizierten Fortbildungskurs mit einem Umfang von 160 Unterrichtseinheiten, der über insgesamt drei Monate hinweg angeboten wird und dem §87 b des Betreuungsassistenten entspricht.

Neben einer theoretischen Ausbildung hospitieren alle Lehrgangsteilnehmer in Einrichtungen der Altenhilfe und erhalten dort auch eine ausführliche Praxisanleitung. Der aktive Einbezug der zu betreuenden Personen in die Lebens-, Freizeit- und Alltagsgestaltung stehen im Mittelpunkt. Das früher gelebte Leben soll dabei so lange wie möglich erhalten bleiben – sowohl zu Hause als auch nach dem Umzug in ein Pflegeheim. Es werden in der Qualifizierungsmaßnahme aber auch pflegerische und ernährungswissenschaftliche Grundkenntnisse sowie rechtliche und betriebswirtschaftliche Aspekte der Pflege vermittelt.

„Die Alltagsbegleiter sollen nach Abschluss des Lehrganges in der Lage sein, für die psychosoziale Betreuung und die Alltagsgestaltung der zu Betreuenden qualifiziert zu sein und so als eine Ergänzung für die Pflege tätig zu werden“, erklärt Liane Jung, Bereichsleiterin Senioren bei dem Franziskanerbrüdern vom Heiligen Kreuz. „Es kann nicht darum gehen, Pflegepersonal zu ersetzen, sondern durch die Alltagsbegleiter eine intensive Förderung zum Beispiel von demenzkranken Menschen zu ermöglichen“, ergänzt Andrea Bender-Nickel, Geschäftsführerin des Institutes „inversa“, das solche Lehrgänge bereits in Mainz, Wiesbaden um im Main-Taunus-Kreis durchgeführt hat.

Der Kurs richtet sich an engagierte Personen, die Interesse an der Alltagsbegleitung von älteren, betreuungsbedürftigen Menschen haben. Nach Abschluss des Lehrgangs ergeben sich Betätigungsfelder in der Betreuung zu Hause, der stationären Pflege, der Tages- und Kurzzeitpflege oder in ambulanten Wohngemeinschaften.

Lehrgang vom 02.05. - 08.07.2013,
Donnerstags und Freitags, jeweils von 8.30 Uhr - 15.30 Uhr
Haus St. Josef
Mühlenstr. 43
55543 Bad Kreuznach


Termine für Erstgespräche sowie weitere Auskünfte  erhalten Sie bei Andrea Bender-Nickel unter der Telefon-Nr. 06128/944329.

Weitere Infos gibt es auch im Internet unter www.haus-stjosef.de

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12.03.2013

Gesprächskreis Demenz am 19. März: Allgemeiner Austausch

Jeden 3. Dienstag im Monat

findet von 19 bis 21 Uhr ein Gesprächskreis Demenz für Angehörige statt. Veranstaltungsort ist der Medienraum des Hauses St. Josef in der Mühlenstraße 43 in Bad Kreuznach. Der kostenfreie Gesprächskreis unter Leitung von Liane Jung, Informationsbüro Demenz, steht allen Interessierten offen, eine Anmeldung ist nicht nötig. Für Informationen vorab steht Ihnen Frau Jung unter der Telefonnummer (0671) 372-1304 gerne zur Verfügung.

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14.02.2013

Vortrag am 06.03.13 im Haus Maria Königin

In Deutschland leben derzeit schätzungsweise 1,3 Millionen Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind. Im Jahr 2050 soll sich diese Zahl bereits verdoppelt haben. Die Erkrankung stellt für Betroffene und Angehörige von Menschen mit Demenz eine große Herausforderung dar. Eine wichtige Hilfe im Umgang mit der Erkrankung ist, sich mit dem Krankheitsbild Demenz und seinen Folgen auseinander zu setzen.


Deshalb bietet das Informationsbüro Demenz der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz in Zusammenarbeit mit dem Haus Maria Königin in Kirn einen Vortrag zum Thema
Wenn die Gedanken verloren gehen – Wege zum besseren Verständnis von Menschen mit Demenz" an.

Der Vortrag wird sich mit dem Krankheitsbild Demenz, dem Verlauf der Erkrankung und mit praktischen Alltagshilfen beschäftigen.

Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen an die Referentin und Leitung des Informationsbüros Demenz, Frau Jung, zu stellen.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme. Der Eintritt ist frei.
Ort: Haus Maria Königin, Dhauner Str. 145, 55606 Kirn
Datum: 06.03.13
Uhrzeit: 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr

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20.12.2012

6. Fachtag Demenz am 13. November 2012

Sehr geehrte Damen und Herren,


wie angekündigt, veröffentlichen wir gerne die Zusammenfassung der Ergebnisse der Workshops vom 6. Fachtag Demenz am 13. November 2012 im Haus des Gastes in Bad Kreuznach:

PDF

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28.11.2012

Eine "wärmende" Gesellschaft -

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer (l.) hielt den Hauptvortrag beim von Liane Jung und Christa Herzog (M.) organisierten Fachtag. Patrick Landua (r.) von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung leitete einen der Workshops.

 

Das Informationsbüro Demenz der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz und der Pflegestützpunkt Bad Sobernheim, Schwerpunktstelle Demenz haben am Dienstag, dem 13. November 2012, von 13 bis 17 Uhr den mittlerweile 6. „Fachtag Demenz" im Haus des Gastes in Bad Kreuznach veranstaltet. Das Motto lautete in diesem Jahr „Gemeinsam für Menschen mit Demenz – auf dem Weg zum demenzfreundlichen Landkreis Bad Kreuznach". Über 100 Zuhörer waren der Einladung gefolgt, darunter persönlich Betroffene, Pflegende aus Altenhilfeeinrichtungen und Krankenhäusern sowie Politiker und Fachkräfte aus Verwaltung und Wirtschaft.

Nach einem Grußwort von Landrat Franz-Josef Diel, dem Schirmherrn des Fachtages, gab Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, Vorsitzender der "Aktion Demenz e. V." einen ersten Einblick, was eine demenzfreundliche Kommune ausmacht. "Demenz ist keine Krankheit, sondern eine besondere Erscheinung des Alters", gab er seinen Zuhörern mit auf den Weg. "Wir brauchen wieder eine wärmende Gesellschaft, in der auch Menschen mit Demenz ihren Platz finden."

Im Anschluss präsentierten Martin Polenz aus Arnsberg, Beate Barzen-Meiser aus Esslingen und Reiner Wissel aus Nieder-Olm drei gelungene Praxisbeispiele, wie sich eine Stadt mithilfe von Veranstaltungen, Schulungen und weiteren Aktionen auf den Weg zur demenzfreundliche Kommune machen kann. Allen Beispielen war gemeinsam, dass sie viele gesellschaftliche Gruppen eingebunden und viel Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung geleistet haben. "Demenz geht uns alle an, wir müssen es schaffen, dieses Thema aus der Tabuzone zu holen", erklärte Martin Polenz von der Fachstelle "Zukunft Alter" der Stadt Arnsberg.

Nach den Best Practice Beispielen fanden sich alle Teilnehmer in Workshops zusammen, um gemeinsam zu überlegen, welche Angebote es im Bereich Demenz bereits gibt und was nötig wäre, um eine demenzfreundliche Kommune auf den Weg zu bringen. Viele gute Ideen kamen zusammen, die nun von Liane Jung vom Informationsbüro Demenz und Christa Herzog vom Pflegestützpunkt Bad Sobernheim, den beiden Initiatorinnen des Fachtages, zusammengetragen werden.
"Diese Veranstaltung soll keine Eintagsfliege sein. Wir werden die Ergebnisse des heutigen Tages nun aufbereiten und dazu nutzen, um mit den Verantwortlichen aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft ins Gespräch zu kommen. Unser Ziel muss es sein, Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen ins Alltagsleben zu integrieren", resümiert Liane Jung.

An einer Demenz, also dramatisch nachlassender Leistung des Gehirns, werden in den nächsten Jahrzehnten aufgrund der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland mehr und mehr Menschen erkranken. Im Landkreis Bad Kreuznach liegt die Zahl der Erkrankten zurzeit bei 5000 bis 7000 – Tendenz steigend. Dies ist nicht nur eine Herausforderung für betroffene Familien, zumal es immer mehr dementiell erkrankte Menschen ohne familiären Rückhalt gibt.

Menschen mit und ohne Demenz treffen täglich an vielen Orten aufeinander. Sie begegnen sich in Familien, in speziellen Einrichtungen der Pflege und Betreuung, auf der Straße, in öffentlichen Einrichtungen und Behörden. Eine demenzfreundliche Kommune soll maßgeblich dazu beitragen, solche Begegnungen zu fördern und für beide Seiten bereichernd zu gestalten.

Unterstützt wurde der Fachtag durch die Sozialstation Nahe, die Sparkasse Rhein-Nahe, die Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück, das Netzwerk Demenz, die Kreuznacher Stadtwerke, die Firma Möbel Martin und die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.

Die Ergebnisse der Tagung werden in Kürze hier veröffentlicht.

 

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